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Lautstärkebeschränkungen bei Hochzeiten, Geburtstagen und Firmenevents – was ihr wissen solltet

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Viele Locations haben eine feste dB(A)-Grenze für Musik, und die entscheidet oft mehr über die Stimmung eurer Feier als die Playlist. Trotzdem klären die wenigsten Paare das vorher. Hier ist, was ihr wissen müsst.

Warum gibt es überhaupt Lautstärkebeschränkungen?

Zwei Gründe.

Erstens der Nachbar: Viele Locations liegen in Wohngebieten oder sind Teil eines Hotels, dort gelten Ruhezeiten, sonst drohen dem Betreiber Bußgelder.

Zweitens die Location selbst: Manche Anlagen sind schlicht nicht für mehr Pegel ausgelegt, und in historischen Gebäuden mit Stuck oder alter Bausubstanz kann zu viel Schalldruck über Zeit sogar Schäden verursachen.

Was bedeutet dB(A) und welche Werte sind üblich?

dB(A) ist die Lautstärke so gemessen, wie unser Ohr sie wahrnimmt.

Wichtig zu wissen: Die Zahl, die euch eine Location nennt, ist nicht die gleiche Zahl, die das Gesetz für die Nachbarn vorschreibt. Die Nachbarn-Zahl wird draußen am Nachbarhaus gemessen und liegt viel niedriger. Die Zahl, die euch die Location nennt, gilt auf der Tanzfläche selbst. Ein Akustiker hat vorher ausgerechnet, wie viel drinnen erlaubt ist, damit draußen alles im grünen Bereich bleibt. Deshalb hat jede Location eine andere Zahl: Bessere Dämmung oder mehr Abstand zur Wohnbebauung erlaubt drinnen mehr.

Für eine ausgelassene Party sind Werte von 90 bis 95 dB(A) ideal. Einige Locations begrenzen trotzdem auf 80 bis 85 dB(A), meist weil das Gebäude oder die Nachbarschaft keinen höheren Wert zulässt. Der Unterschied ist auf der Tanzfläche deutlich spürbar, besonders beim Bass.

Ab 22 Uhr wird's noch mal strenger

Das übersehen die meisten Paare: Die Grenze, die euch eine Location nennt, gilt oft nur bis 22 Uhr. Ab dann greift die gesetzliche Nachtruhe, und viele Locations schalten automatisch auf einen niedrigeren Wert um.

Für eine Hochzeit, die erfahrungsgemäß erst nach Mitternacht wirklich in Fahrt kommt, ist genau das der eigentliche Knackpunkt, nicht die Zahl, die tagsüber gilt. Fragt deshalb ausdrücklich nach der Regelung ab 22 Uhr.

Was bedeutet das für eure Feier?

Unter 90 dB(A) sind Gespräche noch führbar, wenn man etwas lauter spricht als normal. Bei starkem Bass oder energiegeladenen Hits macht sich eine niedrige Grenze aber deutlich bemerkbar: Der Druck fehlt, und die Tanzfläche bleibt womöglich leer.

Wie findet ihr heraus, ob eure Location eine Begrenzung hat?

Fragt frühzeitig nach, am besten schon vor der Unterschrift:

  • Gibt es eine feste dB(A)-Grenze, und ändert sie sich ab 22 Uhr?
  • Gibt es einen Limiter, der die Lautstärke automatisch regelt?
  • Schneidet er bei jeder kurzen Spitze sofort ab, oder gibt's etwas Spielraum für einzelne laute Momente?
  • Wo genau wird gemessen, am Pult oder direkt an der Tanzfläche? Das kann einen spürbaren Unterschied machen.
  • Steht die Grenze schriftlich im Mietvertrag, und gibt es eine Vertragsstrafe bei Überschreitung?

Was tun, wenn die Beschränkung zu niedrig ist?

  • Eine Location wählen, die höhere Lautstärken erlaubt.
  • Über Alternativen nachdenken, etwa akustische Livemusik zu bestimmten Programmpunkten.
  • Prüfen, ob ein separater Raum hilft.

Der Außenbereich ist dabei kein Freifahrtschein: Draußen trägt Schall weiter, und für Freiluftveranstaltungen gelten oft eigene, strengere Regeln mit einem harten Ende um 22 oder 24 Uhr.

Warum dringt bei manchen Locations kaum Lärm nach draußen?

Ja, das stimmt. Bei manchen Locations ist die Anlage clever ausgerichtet, sodass auf der Tanzfläche genug ankommt, ohne dass viel nach außen dringt. Der Bass ist dabei die Ausnahme: Er lässt sich schlechter lenken als Mitten und Höhen und ist deshalb meistens der Grund, warum trotzdem mal etwas zu hören ist.

Wie gehe ich als DJ damit um?

Sobald ihr mir eure Location nennt, kann ich meist schon vorher einschätzen, was dort realistisch geht, denn ich kenne viele Locations in der Region und ihre Regeln aus Erfahrung.

Auch bei einer niedrigen Grenze gibt es Spielraum: Mit gezieltem Einsatz von Bass, Dynamik und Licht bekomme ich Druck in die Party, ohne die Grenze zu reißen.

Fazit

Klärt die dB(A)-Frage mit der Location, bevor ihr unterschreibt, nicht danach, und fragt ausdrücklich nach der Regelung ab 22 Uhr. Sagt mir einfach, wo eure Feier stattfindet, dann weiß ich meistens schon vorher, was dort geht.

Basti war DJ auf unserer Hochzeit, er hat sowohl bei der Dayparty als auch bei der Party bis tief in die Nacht unsere Vorstellungen und die der Gäste absolut übertroffen.
Jeny M. und Robin M.