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Offen über Hochzeitskosten sprechen: Budgetplanung für euren großen Tag

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Über Geld redet keiner gern. Aber bei der Hochzeitsplanung führt kein Weg dran vorbei. Wer sein Budget nicht kennt, plant ins Blaue – und wundert sich am Ende, warum nichts mehr übrig ist.

Die Zahlen

Deutsche Paare haben 2024 im Schnitt etwa 15.000 € für ihre Hochzeit ausgegeben. In Großstädten wie Berlin oder Hamburg eher 16.000 €, auf dem Land oft nur 12.000 €. Große Spanne also.

Wo das Geld hingeht

Die grobe Aufteilung, die ich bei den meisten Hochzeiten sehe:

  • Location & Catering: 40–50 % – der größte Brocken, immer
  • Fotografie & Video: 10–15 %
  • Deko & Blumen: 10–15 %
  • Musik & DJ: 10–15 %
  • Kleidung & Styling: 10–12 %
  • Einladungen, Menükarten: 3–5 %
  • Rest (Gastgeschenke, Trinkgelder, Standesamt): 5–10 %

Klingt abstrakt? Rechnen wir's durch.

Was heißt das konkret?

Bei 15.000 € Budget:

  • Location & Essen: 6.000–7.500 €
  • Fotograf: 1.500–2.250 €
  • Deko: 1.500–2.250 €
  • DJ: 1.500–2.250 €
  • Kleidung: 1.500–1.800 €

Bei 10.000 € Budget:

  • Location & Essen: 4.000–5.000 €
  • Fotograf: 1.000–1.500 €
  • DJ: 1.000–1.500 €

Mit 1.000–1.500 € kriegst du einen soliden DJ mit ordentlicher Technik. Unter 800 €? Wird schwierig. Da kommen dann oft Hobby-DJs mit Laptop und Bluetooth-Box. Hab ich schon erlebt – die Tanzfläche blieb leer.

Die vier Budget-Klassen

Ab 25.000 € (Premium): Hier ist fast alles möglich. Große Location, mehrgängiges Menü, Live-Band plus DJ, aufwendige Deko. Stress entsteht hier selten durchs Geld.

15.000–25.000 € (Komfort): Der Sweet Spot für die meisten. Gute Location, professioneller Fotograf, erfahrener DJ. Kein Luxus, aber alles solide.

10.000–15.000 € (Klassisch): Geht auch – aber ihr müsst priorisieren. Was ist euch wirklich wichtig? Essen? Fotos? Musik? Entscheidet euch, wo ihr investiert und wo ihr spart.

Unter 10.000 € (Intim): Kleine Gästeliste, Standesamt, Restaurant statt Festsaal. Oder Elopement – nur ihr zwei. Kann genauso schön sein, nur anders.

Wo Paare oft falsch sparen

Drei Sachen, bei denen ich immer wieder Probleme sehe:

  1. DJ: "Der Neffe macht das mit Spotify" – funktioniert fast nie. Keine Moderation, keine Technik, keine Erfahrung mit Stimmungsaufbau.
  2. Fotograf: Billig-Angebote liefern oft erst nach Monaten. Oder die Bilder sind schlecht bearbeitet. Fotos sind das Einzige, was bleibt.
  3. Puffer: Viele planen auf den letzten Euro genau. Dann kommt eine Nachzahlung vom Caterer oder das Brautkleid muss geändert werden – und plötzlich fehlt Geld.

Legt 5–10 % Reserve beiseite. Nicht anfassen, bis alles vorbei ist. Wenn am Ende was übrig bleibt – schön. Wenn nicht, habt ihr's gebraucht.

Und seid ehrlich zu euch: Was ist euch wirklich wichtig? Darauf konzentriert ihr das Budget. Den Rest macht ihr einfacher. So wird's eine gute Feier – egal ob 10.000 oder 25.000 €.

* Alle Angaben sind Richtwerte – die tatsächlichen Kosten hängen von Region, Saison und euren Wünschen ab.

Basti hat auf unserer Hochzeit aufgelegt und wir können ihn nur weiterempfehlen. Er hat genau unseren Musikgeschmack getroffen und die Tanzfläche war nie leer.
Natalie