Was kostet eine Hochzeit 2026? Aktuelle Zahlen im Vergleich zu 2024
Alle reden über Preise, keiner nennt konkrete Zahlen. Ich schon. Hier die aktuellen Hochzeitskosten 2026 – und was sich seit 2024 verändert hat.
Die harten Fakten
Laut Bridebook Wedding Report 2025 gaben Paare in Deutschland durchschnittlich 15.629 € für ihre Hochzeit aus – wobei Location (7.206 €) und Catering (3.772 €) die mit Abstand größten Posten sind. 2024 lag der Durchschnitt noch bei rund 15.000 €.
Für 2026 rechne ich mit etwa 16.000 € – basierend auf den Preisentwicklungen, die ich bei Locations, Caterern und Kollegen sehe. Die allgemeine Inflation liegt laut Bundesbank-Prognose bei etwa 2 %. Hochzeitskosten steigen etwas stärker – Dienstleister haben in den letzten zwei Jahren nachgezogen.
Wo das Geld hingeht
Die grobe Verteilung, die ich bei den meisten Hochzeiten sehe:
- Location & Catering: 40–50 % – der größte Brocken, immer
- Fotografie & Video: 10–15 %
- Deko & Blumen: 10–15 %
- Musik & DJ: 10–15 %
- Kleidung & Styling: 10–12 %
- Rest (Papeterie, Gastgeschenke, Standesamt): 5–10 %
Diese Verteilung ist ein Erfahrungswert aus der Branche – der Bridebook Report schlüsselt nur Location und Catering konkret auf.
Was hat sich verteuert?
Catering: Geschätzt +10–15 % seit 2024. Personalkosten, Lebensmittelpreise, Energiekosten. Ein Buffet für 80 Gäste kostet jetzt schnell 5.000–6.000 €.
Locations: Beliebte Häuser haben 2025/2026 nochmal angezogen. Samstage in der Hauptsaison sind 20–30 % teurer als unter der Woche. Laut Bridebook kostet eine Juli-Hochzeit im Schnitt 16.150 €, eine März-Hochzeit nur 12.700 €.
Fotografen: Gute Hochzeitsfotografen liegen mittlerweile bei 1.500–3.000 €. 2024 ging's noch bei 1.200 € los.
DJ-Kosten 2026
Weil das mein Bereich ist, hier die Details – basierend auf aktuellen Branchendaten und meiner eigenen Marktbeobachtung:
- Hobby-DJ: 350–800 €
- Fortgeschrittener DJ: 800–1.500 €
- Profi-DJ (hauptberuflich): 1.500–2.500 €
Dazu kommen oft noch Technikkosten (Sound + Licht): 300–700 € extra, je nach Umfang.
Zum Vergleich: 2024 lag die Spanne für Profis noch bei 1.200–2.000 €. Die Preise sind gestiegen – Technik ist teurer geworden, Spritkosten auch.
Was viele nicht wissen: In meinen Preisen stecken 25–30 Stunden Arbeit pro Hochzeit. Die 6 bis 8 Stunden Spielzeit am Abend sind nur ein Teil davon. Dazu kommen: Vorgespräch, Planung, Musikwünsche auswerten, Technik-Check – und am Event-Tag selbst noch Auf- und Abbau plus An- und Abreise.
Rechenbeispiel: 16.000 € Budget
So würde ich's aufteilen:
- Location & Essen: 7.000 € (44 %)
- Fotograf: 1.800 € (11 %)
- DJ mit Technik: 1.500 € (9 %)
- Deko & Blumen: 1.500 € (9 %)
- Kleidung: 1.500 € (9 %)
- Papeterie: 500 € (3 %)
- Puffer: 2.200 € (14 %)
Der Puffer ist nicht optional. Irgendetwas wird teurer als geplant. Immer.
Wo sich 2026 sparen lässt
- Unter der Woche heiraten: Laut Bridebook spart das bis zu 5.000 €. Auch bei mir: Montag bis Donnerstag ist günstiger als am Wochenende.
- Nebensaison wählen: November bis März – Locations sind oft 30 % günstiger, und auch ich berechne in den Wintermonaten weniger.
- Samstage in der Hochsaison meiden: Mai bis September am Samstag ist die teuerste Kombination. Freitag oder Sonntag spart schon etwas.
- Kleinere Gästeliste: Jeder Gast kostet 150–300 € – weniger Leute = weniger Kosten.
Wo ihr nicht sparen solltet
Drei Sachen, bei denen Sparversuche regelmäßig schiefgehen:
- DJ: "Der Cousin macht das mit Spotify" – endet meistens mit leerer Tanzfläche und genervten Gästen
- Fotograf: Billig-Anbieter liefern oft erst nach Monaten. Oder die Bilder sind unbrauchbar.
- Essen: Gäste vergessen die Deko. Schlechtes Essen vergessen sie nicht.
2026 kostet eine solide Hochzeit mit 60–80 Gästen realistisch 15.000–18.000 €. Wer 2024 noch mit 12.000 € geplant hat, muss nachjustieren.
Die gute Nachricht: Mit klarer Priorisierung geht auch weniger. Die Frage ist nur – worauf wollt ihr verzichten? Entscheidet das früh, nicht wenn das Budget schon aufgebraucht ist.
* Gesamtkosten und Location/Catering-Daten basieren auf dem Bridebook Wedding Report 2025 (Befragung von 2.950 Paaren). DJ-Kosten stammen aus aktuellen Branchenportalen und eigenen Erfahrungswerten. Alle Angaben sind Richtwerte – die tatsächlichen Kosten hängen von Region, Saison und euren Wünschen ab.
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