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Verlorene Hochzeitstraditionen in Deutschland

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Hochzeiten werden individueller. Paare machen ihr eigenes Ding. Dabei verschwinden manche Traditionen fast komplett. Fünf Bräuche, die ich früher ständig erlebt hab – und heute kaum noch.

Polterabend

Klassisch: Freunde und Nachbarn kommen am Vorabend, schmeißen Porzellan, Scherben bringen Glück. Hab ich in den 90ern noch regelmäßig als DJ begleitet.

Heute? Gibt's praktisch nicht mehr. Der Junggesellenabschied hat ihn komplett verdrängt. Statt Porzellan zerschlagen jetzt Malle-Trips und Stripper-Partys. Anderes Konzept.

Blumenkinder

Kinder streuen Blütenblätter vor dem Brautpaar. Sieht auf Fotos traumhaft aus.

In der Praxis: Eins heult, eins rennt weg, eins schmeißt alle Blüten auf einmal. Versteh ich, dass manche Paare sagen: Lassen wir. Trotzdem – wenn's klappt, ist es ein schöner Moment.

Brautentführung

Die Trauzeugen "entführen" die Braut in eine Kneipe, der Bräutigam muss sie suchen und auslösen.

Früher Standard. Heute? Vielleicht noch bei jeder zehnten Hochzeit. Die meisten Paare wollen ihre Feier nicht unterbrechen – verständlich. Und ehrlich: Für den Ablauf ist es auch stressig. Plötzlich fehlt die Braut eine Stunde, das Programm stockt.

Morgengabe

Der Bräutigam schenkt der Braut am Morgen nach der Hochzeit etwas Wertvolles. Ursprünglich eine finanzielle Absicherung.

Heute rechtlich bedeutungslos. Macht kaum noch jemand bewusst. Wenn, dann eher als romantische Geste – Schmuck oder ein Brief. Schöne Idee, aber kein Muss.

Kirchliche Trauung

In den 60ern hat noch fast jedes zweite Paar kirchlich geheiratet. Heute? Etwa 18 Prozent.

Was ich stattdessen erlebe: Freie Trauungen. Im Garten, am See, in der Scheune. Eigene Texte, eigene Rituale. Für mich als DJ macht das keinen Unterschied – aber für viele Paare ist es persönlicher.

Traditionen verschwinden nicht einfach so. Sie passen halt nicht mehr zu dem, wie Paare heute feiern wollen. Muss man nicht traurig finden. Aber wissen, woher die Bräuche kommen – das schadet nicht.

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